Theoriewissen für die Prüfung im Fach Sport

1.      Wie wird die besondere Leistungsfeststellung durchgeführt?

1.1  Praxisteil

Jeder Schüler wählt eine Mannschaftssportart (Volleyball, Handball, Fußball oder Basketball) und eine Individualsportart (Schwimmen, Leichtathletik, Tanz oder Gerätturnen) aus.

1.1.1 Individualsportarten: Eine musst du wählen!

Du musst sowohl in den Individual- als auch in den Mannschaftssportarten gut trainiert sein, da die Bewertungstabellen auf Sportler ausgelegt sind, die auch in ihrer Freizeit sportlich aktiv sind.

Ø  Schwimmen besteht aus:

è Streckentauchen (25 Meter à Note 1)

è Ausdauerschwimmen (400 m auf Zeit à 8 Minuten Note 1)

è Demonstration einer Technikform, die nicht auf Zeit geschwommen wird

è Eine Technikform auf Zeit ( Kraul, Rücken, Brust, Schmetterling nach Wahl)

 

Ø  Leichtathletik besteht aus einem Vierkampf:

è Wurf – Schlagball 200g oder Kugelstoßen (Mädchen 3 – 4 kg) (Jungen 4 – 5 kg)

è Kurzstrecke über 100m

è Langstrecke über 1000m Jungen und 800 m Mädchen

è Weit- oder Hochsprung

 

Ø  Gerätturnen besteht aus:

è Schwebebalken: Aufhocken, gymnastisches Gehen, Schöpfen, Pferdchensprung, Standwaage, Radwende als Abgang vom Balken

è Bodenturnen: Flugrolle, Rad oder Radwende, flüchtiger Handstand mit Abrollen, Strecksprung, aus dem Stand in die Brücke, Schlusssprung

è Hocke über den Kasten (vier Kastenteile) oder Grätschen über den Bock (Einstellung 1,30m)

 

è Tanz:

- Eine Choreographie mit Handgerät Band wurde im Unterricht einstudiert.

- Eine selbst erarbeitete Choreographie aus dem Bereich Stepp Aerobic, Hip Hop oder Dance mit zwei unterschiedlichen Blöcken zu je 4 mal 8 Zählzeiten, der dritte und der vierte Block kann eine Wiederholung des 1. und 2. Blocks sein. Das heißt 64 Zählzeiten müssen selbst gestaltet werden. Musik muss mitgebracht werden (USB Stick).

 

1.1.2 Mannschaftsportarten: Handball, Volleyball, Fußball, Basketball

è Hier musst du drei bis vier technische Übungsreihen mit und ohne Partner demonstrieren, die dir der Prüfer vorgibt.

è Am Ende steht ein Spiel, wobei du hier die Regeln und die Zählweise beherrschen musst. Auch Schiedsrichtertätigkeiten müssen von dir übernommen werden. Bewertet wird hier das Verhalten mit und ohne Ball, dein Einsatz, Mannschaftsverhalten, Erfolg, Effektivität deiner Verhaltensweisen, Schiedsrichtertätigkeiten mit Zählweise.

è  

1.2  Theorieteil

Du musst zwei Theorieteile lernen!

1.2.1        Lernbereich Gesundheit

Hierzu findest du im Anhang das Skript, das du lernen musst. Es geht um:

Ø  Definitionen zur Gesundheit und Fitness

Ø  Fragen zu Sportverletzungen und deren Vermeidung

Ø  Sicherheit in der Halle und sportgerechte Kleidung

Ø  Ernährung

Ø  Fairness und Kooperation

Wo findest du das Skript?

  Klicke auf deine Sportart, dann wird das Skript-PDF geöffnet bzw. heruntergeladen

Basketball Fussball Geräteturnen Handball
Leichtathletik Schwimmen Tanz Volleyball

 

 oder bei Katja Strijewski in Papierform erhältlich!

 

1.2.2        Lernbereich Leisten/ Gestalten/ Spielen: Fragen zu der Mannschaftssportart und Individualsportart, die du gewählt hast

Dieses Skript gibt es in Papierform.

1.      Die Bewertung der besonderen Leistungsfeststellung im Bereich Sport

Du hast drei Prüfungsteile:

Praxisnote in der Mannschaftssportart:                                P1 (z.B. Fußball)

Praxisnote in der Individualsportart:                                     P2 (z.B. Tanz)

Theorienote schriftlich (zwei Teile):                                     T (Note aus Lernbereich

                                                                                               Gesundheit und Lernbereich

                                                                                               Sportarten, die du gewählt hast)

In der Regelklasse zählt die Jahresfortgangsnote, die im Mai bekannt gegeben wird 50 % zum Quali Ergebnis. In der M-Klasse zählt je nach vorheriger Festlegung nur die Quali Note.

Regelklasse: (Gesamtnote des Qualis + Jahresfortgangsnote) : 2 = Note im Abschlusszeugnis

M- Klasse: Hier kann nur die Quali Note gewertet werden. Muss aber vorher festgelegt werden (Mai).

Die Quali Note im Fach Sport errechnet sich also:

 

(P1 + P2 + T) : 3 = Quali Note im Zeugnis

 

 

Viel Spaß beim Lernen! Denke daran, Sport ist immer gut für deinen Körper und beim Trainieren tust du etwas für deine Gesundheit und Leistungsfähigkeit!


 

4.     Vermeidung von Sportverletzungen

 

4.1   Unfall- und Sicherheitsmaßnahmen

 

4.1.1        Körperempfinden

4.1.2        Sicherheitsdienliche Verhaltensweisen

4.1.3        Sportbekleidung und Hygiene

4.1.4        Ordnungsrahmen

4.1.5        Geräte und Matten

4.1.6        Helfen und Sichern

 

4.2   Auf- und Abwärmen

 

5.     Ernährung

 

6.     Fairness und Kooperation

 

 


 

1. Gesundheit

1.1 Begriffsdefinition „Gesundheit“

Unter Gesundheit verstehen wir unser körperliches, geistiges und soziales Wohlbefinden.

Sport ist nicht nur notwendig unsere Gesundheit zu erhalten, sondern sie wird auch gefestigt und verbessert.

So lernen wir durch den Sport neue Freunde kennen (sozialer Bereich), finden einen körperlichen Ausgleich nach der Schule, indem wir uns bewegen und schwitzen (körperlicher Bereich) und beschäftigen uns mit Regeln und Technik der Sportart (geistiger Bereich).

Der Begriff Gesundheit ist eng mit dem Wort Fitness verbunden. Unter Fitness verstehen wir die allgemeine körperliche Leistungsfähigkeit.

Zur Fitness zählen:

à Konditionelle Fähigkeiten wie aerobe Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit (z.B. Langstreckenlauf = aerobe Ausdauer; Training im Fitnessstudio = Kraft; Schnelligkeit = Sprintfähigkeit)

à Koordinative Fähigkeiten wie Gewandtheit, Gleichgewichts- und Reaktionsfähigkeit (z.B: Jonglieren, Übungen auf dem Schwebebalken, Ballsportarten)

à Beweglichkeit (in allen Sportarten)

à Entspannungsfähigkeit nach der Anstrengung (Meditation, Phantasiereisen, progressive

     Muskelentspannung)

 

1.2 Aerobe Ausdauer

Wir führen eine Sportart aus ohne zu ermüden, indem unsere Pulsfrequenz zwischen 130 – 150 Schlägen pro Minute liegt. Dabei wird unsere gesamte Muskulatur ständig mit Sauerstoff versorgt. Unsere Atemmuskulatur wird stark durchblutet und trainiert, so dass sich unsere Abwehrkräfte gegen Erkältungen verbessern. Auch der Sauerstofftransport im Blut wird in diesem Zustand erleichtert, so dass alle Organe optimal mit Sauerstoff versorgt sind.

Wichtig zu wissen ist auch, dass bei dieser Pulsfrequenz bei Jugendlichen eine Fettverbrennung statt findet. Steigt die Pulsfrequenz auf 170 Schläge pro Minute werden eher Kohlenhydrate verbrannt (anaerobe Phase: es wird mehr Sauerstoff verbraucht, als geliefert wird.)

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 Was solltest du beim Training deiner Ausdauer beachten?

à Trainiere 2 – 3 mal pro Woche ungefähr 30-120 Minuten

à Vermeide Trainingspausen

à Trainiere nie mit Fieber

à Kein Endspurt am Ende des Trainings, sondern eher Auslaufen und Ausschwimmen

 

 1.3.Kraftausdauer

Unter Kraftausdauer versteht man die Fähigkeit eines Muskels oder einer Muskelgruppe, mit leichten Gewichten über eine längere Zeit arbeiten zu können, ohne dabei zu ermüden.

Bei deinem Muskeltraining solltest du dich gering belasten, also eher kleinere Gewichte wählen, dafür aber hohe Wiederholungszahlen (mindestens 20-30).

Durch ein regelmäßiges Krafttraining wird deine Muskulatur stark durchblutet und dein Stoffwechsel angeregt. So werden belastende Stoffe schneller aus deinem Körper ausgeschieden, als bei untrainierten Menschen. Auch baust du bei deinem Training Fett ab.

Übungen zur Kraftausdauer:  à Crunches (gerade und schräge Bauchmuskulatur)

                                               à Hantelkreisen in Bauchlage

                                               à Radeln in Bauchlage

                                               à Wadenheben

                                               à Flys mit Gewichten in Rückenlage

 

1.4 Beweglichkeit

Deine Beweglichkeit hängt von deinen Gelenken und der Dehnfähigkeit der Muskeln ab.

Die Beweglichkeit kannst du durch Dehnübungen (Stretching aktiv und passiv) verbessern.

 

Trainierst du deine Beweglichkeit, nutzen sich die Knorpelschichten in deinen Gelenken weniger ab, da der Stoffwechsel angeregt wird. Auch deine Muskeln verkürzen sich und verhärten sich nicht.

 

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Welche Dehnmethoden gibt es?

à gehaltenes Dehnen: Ohne ruckhafte, federnde Bewegungen wird der Muskel über 20 Sekunden gedehnt.

à Anspannungs- Entspannungs-Dehnen: Kurzzeitiges Anspannen des Muskels über 3 Sekunden, dann völlig entspannen.

à Dehnen nach der CHRS- Methode:          

- Contract: der zu dehnende Muskel wird angespannt und arbeitet gegen einen

Widerstand

            - Hold: der Muskel hält die Spannung aus

            - Relax: der Muskel wird entspannt

            - Stretch: der Muskel wird  gedehnt

2. Erhaltung der Gesundheit

2.1 Körperliche Gesundheit

Wie erhältst du deine körperliche Gesundheit durch Sport?

à Ausgleich durch Bewegungsmangel

à Abbau von Übergewicht

à Vermeidung von Fehlbelastungen

à Ausgleich von einseitigen Bewegungen

à Förderung der Koordination

2.2 Psychische Gesundheit

Was leistet der Sport für deine Psyche (Geist)?

 à Selbstvertrauen

à Selbstsicherheit

à Wahrnehmung des eigenen Körpers bei Belastung und Entspannung

à Spaß und Freude

à Steigerung der Konzentration

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 2.3 Soziale Gesundheit

Wie hilft dir Sport für dein Wohlbefinden?

à Kontakte knüpfen

à Lernen Konflikte und Probleme zu lösen

à Zusammenhalt in der Gruppe

 

3. Beeinträchtigung der Gesundheit

3.1  Begriff

Sportverletzungen beeinträchtigen unseren Körper eher seltener. In unserer Gesellschaft zählen folgende Krankheiten zu den Haupterscheinungsformen:

à Herz- und Kreislauferkrankungen: Bluthochdruck, Schlaganfall, Herzinfarkt

à Haltungsschäden und – schwächen: Wirbelsäulenerkrankungen

à Psychosomatische Erkrankungen: seelische Störungen verursachen Kopfschmerzen, Übelkeit oder Bauchschmerzen

à Stoffwechselerkrankungen: Diabetes

 3.2  Sportverletzungen

3.2.1        Zerrungen, Stauchungen und Risse

Zerrungen, Stauchungen und Risse entstehen durch direkte Gewalteinwirkungen von außen oder auch durch Überbeanspruchung der Gelenke, der Muskeln, der Sehnen oder Bänder.

Häufig betroffene Gelenke sind:

à Oberes Sprunggelenk: Basketball oder Fußball

à Kniegelenk: Skifahren, Fußball

à Schultergelenk: Speerwerfen, Judo

à Fingergelenke: Ballspiele allgemein

Passiert dir bei deiner Sportart eine Verletzung dieser Art so behandle die betroffene Stelle mit Eis oder Wasser. Lege das Eis nie direkt auf die Haut, um Frostbeulen zu vermeiden.

Kühle nicht länger als 5 Minuten und wiederhole den Vorgang stündlich.

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3.2.2        Prellungen und Quetschungen

Du unterscheidest zwischen Weichteilprellung und Gelenkprellung.

Bei Weichteilprellungen tritt das Blut unter der Haut aus und läuft in das Gewebe (Bluterguss).

Kühle die verletzte Stelle und behandle sie mit Salben.

Bei der Gelenkprellung tritt der Bluterguss im Kapselinneren des Gelenkes auf. Das Gelenk ist stark geschwollen und gespannt.

Lege einen Kompressionsverband an und lagere die Stelle hoch!

3.2.3        Kniegelenksverletzungen

Bei einer Seitenbandverletzung kann das Innere des Seitenbandes stark gedehnt oder eingerissen sein. Lege einen Tape Verband an und stelle dein Knie ruhig.

Meniskusverletzungen entstehen durch stark, ruckartig nach außen gedrehte Füße bei einer gleichzeitig schnellen Streckung des Beines. Die Folge ist der Einriss des Meniskus oder ein Bluterguss im Knie.

Kreuzbandverletzungen entstehen durch die Verdrehung des Knies. Die Folge ist ein Bänderriss mit gleichzeitigem Innenbandriss. Diese Verletzung muss meist operiert werden!

 3.2.4        Muskelzerrungen und Muskelfaserrisse

Die Ursachen dieser Verletzungen liegen meist an der fehlenden Aufwärmphase vor der Belastung. Führe also ein aktives Stretching Programm durch, bevor du in die Belastungsphase eintrittst.

Falls du dir doch eine Verletzung zuziehst, dann vermeide die weitere Belastung des Muskels. Lege einen Kompressionsverband an und lagere den Muskel hoch!

3.2.5        Wirbelsäulenverletzung, Bandscheibenvorfall

Deine Bandscheiben sitzen zwischen den Wirbeln und haben die Funktion eines Stoßdämpfers.

Drückt der Bandscheibenkern bei Fehlbelastung gegen die Nervenstränge entstehen Schmerzen bis hin zu Lähmungserscheinungen.

Meist können die Schmerzen nur durch Operationen oder Reha-Gymnastik gelindert werden.

Beuge vor, indem du deine Bauchmuskeln und Rückenmuskeln gezielt trainierst.

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 4. Vermeidung von Sportverletzungen

4.1  Unfall- und Sicherheitsmaßnahmen

4.1.1 Körperempfinden:

à Jede Stunde beginnt mit einem gezielten Aufwärmtraining, d.h. Dehn- und Kräftigungsübungen (Stretching) sowie funktionelle Gymnastik, die sich an der jeweiligen Sportart orientiert!

à Jeder beobachtet seine Körperreaktionen (Pulsschlag, Seitenstechen, Wohlbefinden, Erröten, Schweiß, Pulsfrequenz)!

à Belastungsdosierung, d.h. seine Leistungsfähigkeit selbst einschätzen können!

 

4.1.2 Sicherheitsdienliche Verhaltensweisen

à Rücksichtnahme üben!

à gefährliche Situationen erkennen und bekämpfen!

à auf verschiedene Umweltbedingungen angemessen reagieren (Ozongehalt in der Luft)!

4.1.3 Sportbekleidung und Hygiene

à Trage geeignete Sportkleidung und Sportschuhe!!

à Betrete die Halle mit sauberen Sportschuhen (Hallenschuhe haben keine abfärbende Sohle)!

à Armbanduhren, Schmuckteile sowie Haarspangen werden abgelegt!!

à Sportbrille oder Kontaktlinsen!

à Lange Haare zusammenbinden!

à Wasche dich nach dem Sportunterricht, Deo auf schwitzender Haut ist ungesund und

stinkt!

4.1.4 Ordnungsrahmen

à Bei bewegungsintensiven Übungen wird auf einen Sicherheitsabstand geachtet (Staffeln, Brennball...)!

à Beim Gerätturnen muss ein großer Abstand zwischen den Wartenden und den Übenden eingehalten werden!

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à Bei Ballspielen sitzen wartende Schüler nicht am Feldrand, aufgrund der unkontrollierbaren Schüsse!

à Es wird nicht auf rollenden Geräten gefahren (Kästen, Mattenwagen…)!

à Alle Türen und Geräteräume sind während des Sportbetriebes geschlossen!

à Alle Zeichen, die der Lehrkraft Steuerungsmöglichkeiten geben, wie Pfiff, Klatschen und Handheben müssen beachtet werden z.B. auf Pfiff ist der Ball fest in der Hand!

à Nicht mehr benötigte Sportgeräte werden aufgeräumt!

à Während des Übungsbetriebes hält sich niemand im Geräteraum auf!

 4.1.5 Geräte und Matten

à Alle Geräte werden vor der Benutzung von der Lehrkraft auf ihren sicheren Aufbau hin

überprüft!

à Werden Geräte während der Nutzung in Höhe und Weite verstellt, werden sie vor ihrer Nutzung kontrolliert!

à Matten dürfen nie wegrutschen, d.h. die rutschfeste Fläche ist unten oder es werden Turnmatten darunter gelegt!

à Herausstehende Sportgeräte werden durch Matten abgesichert z.B. Kletterstangen benötigen einen Prallschutz!

à Sportgeräte werden vorschriftsmäßig aufgeräumt, d.h. so wie es beschriftet und angeordnet ist!

à Matten werden mindestens von vier Personen transportiert, auch andere Sportgeräte werden niemals alleine transportiert! Einteilung erfolgt durch die Lehrkraft!

à Der Geräteaufbau wird überwacht!

à Während des Geräteaufbaus besteht absolutes Übungsverbot!

à Für Abgänge und Niedersprünge sind die Matten so gelegt, dass die Übenden in der Mattenmitte landen und nicht im Mattenübergang!

à Auf Weichbodenmatten erfolgt keine Landung, diese müssen mit Läufern abgedeckt werden!

Besser: Verwendung von Niedersprungmatten!

à Alle Geräte werden gegen Umkippen gesichert!

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4.1.6 Helfen und Sichern

à Hilfe- und Sicherheitsstellungen werden immer eingesetzt und eingeübt!

à Helfergriffe muss jeder Schüler beherrschen! (Klammer-, und Drehgriff)

à Es wird nie ohne Sicherheitsstellung geturnt!

4.2 Auf- und Abwärmen

Vor einer Belastung solltest du dich immer aufwärmen, um dich auf die kommende Belastung vorzubereiten. Deine Körper wird aus dem „Leerlauf“ in den „Arbeitsgang“ versetzt.

Deine Herz- und Kreislauftätigkeit wird gesteigert, indem dein Blutdruck langsam ansteigt, ebenfalls die Körpertemperatur.

Weitere Faktoren sind:

à Anstieg der Atemfrequenz

à Erhöhung der Temperatur im Muskel

à Verbesserung der Dehnfähigkeit des Muskels

à Verbesserung der Reaktionsfähigkeit

à Einstimmung der Psyche durch Steigerung der Konzentration, Motivation und Abbau von

    Angst

Beim Abwärmen, auch als Cool Down bezeichnet, werden die Stoffwechselprodukte abtransportiert, die sich während der Belastungsphase in den Muskeln angesammelt haben.

Der Körper erholt sich schnell, indem sich die Muskulatur entspannt und ein allgemeines Wohlbefinden eintritt.

5. Ernährung

Richtige Ernährung ist für den Sport ebenso wichtig wie Technik, faires Handeln und Auf- und Abwärmphase.

Schlechte Ernährung, beispielsweise fetthaltige Speisen, lassen den Körper schneller ermüden.

Einnahme von Kohlenhydraten, als wichtigster Energielieferant (Brot, Reis, Nudeln und Kartoffeln), bietet sich für den Sportler an.

Zudem solltest du über den Tag verteilt 4 Esslöffel Milchzucker mit den Speisen einnehmen, da sich der Milchzucker mit den Kohlenhydraten verbindet und so dein Energiespeicher langsamer entleert wird.

Zwischenmahlzeiten können aus Joghurt mit Haferflocken und Obst bestehen.

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Muskelkrämpfe kannst du durch die Einnahme von Mineralstoffen wie Natrium, Magnesium und Calcium vermeiden. Diese Stoffe sind in Milch und Milchprodukten enthalten. Du kannst jedoch auch wasserlösliche Tabletten kaufen.

Sehr wichtig für dich ist die Einnahme von Flüssigkeit, die vor, während und nach der Belastung aufgenommen werden sollte. Der Flüssigkeitsverlust durch Schweiß sollte durch Aufnahme von Wasser ausgeglichen werden. Energiedrinks versprechen viel, halten aber wenig und sind sehr teuer. Für Kinder und Jugendliche sind sie sogar schädlich, da sie in 250 ml Dosen 80 – 100 mg Koffein enthalten. Dies ist um ein vieles mehr als in Cola Dosen. Ein erhöhter Koffeinwert führt dazu, dass du ständig zur Toilette musst, was für deinen Wasserhaushalt von Nachteil ist. Auch Cola solltest du meiden, da mehr als 50% Zucker enthalten sind.

Wähle Apfelschorle oder Mineralwasser!!!

6. Fairness und Kooperation

Durch das Sporttreiben erlebst du soziale Verhaltensweisen. Dieses Verhalten soll gestärkt und gefördert werden.

 

Welche sozialen Schlüsselkompetenzen fördert der Sport?

à Kooperation mit deinen Mitspielern

à Freude an der Gemeinschaft

à Gewinn von Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein

à Aggressionsabbau

à Lernen zu entspannen

à Hilfestellung leisten

à Verständnis für Schwächere entwickeln

à Das eigene und das Wohlbefinden des anderen erkennen lernen

à Förderung der geistigen, sozialen und körperlichen Gesundheit

 

Eng verbunden mit dem Begriff Fairness ist die Bezeichnung „Fair Play“.

Er bedeutet für einen Sportler sich nach bestimmen Regeln zu richten und diese zu akzeptieren, auch wenn sie für ihn ein Nachteil sein können.

 

Fair Play heißt:

à Die Entscheidung des Schiedsrichters anerkennen

à Einen schwächeren Sportler nicht lächerlich machen, sondern unterstützen

à Sieg ist nicht alles

à Verliere mit Anstand und suche die Schuld nicht bei den anderen

à Erkenne als Zuschauer auch die Leistung des Gegners an

à Gib einen Regelverstoß zu, auch wenn es der Schiedsrichter nicht merkt

 

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